Nachrichtenarchiv der alten Homepage

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Hier zusammengefaßt die wichtigsten Nachrichten der alten Homepage

13.10.16 Epson TW 7300 und 9300 vorführbereit und ab Lager lieferbar !

 

Alle 3 neuen Epson Geräte TW7300, TW9300 und TW9300W sind jetzt endlich auch ab Lager lieferbar !


15.04.16 Panasonic DMP-UB900 Ultra HD 4K Player eingetroffen

 

Wir haben bis jetzt keine große Werbung für den neuen Panasonic DMP-UB900 4K Ultra HD BluRay Player gemacht. Das hatte 2 Gründe.

1. wollten wir uns zunächst selbst ein Bild von der Leistungsfähigkeit des Players machen und

2. ist leider eingetroffen was schon befürchtet wurde. Die blinde Nachfrage übertraf deutlich die Verfügbarkeit dieses Players und Panasonic kann kaum etwas liefern.

Nun ist heute endlich unser Demogerät eingetroffen. Ausgeliefert wird der Player mit 2 Ultra HD BluRays;  MAD MAX und SAN ANDREAS

PanaUHB900-2

Nach dem Öffnen des Kartons, mitgeliefert werden Stromkabel, HDMI Kabel und eine wertig anmutende Fernbedienung, fällt sofort auf, daß der Player ein ordentliches Gewicht hat und auch nach etwas ausschaut, nicht dieses billig wirkende Slimgehäuse vieler heutiger BluRay Player.

PanaUHBFront

Die Disc Schublade sowie ein USB EIngang und ein SD Karten Leser verstecken sich hinter einer schicken spiegelnden Klappe. Nach drücken des Sensorknopfes öffnet sich diese.

PanaUHBFrontoffen

Als erstes erfolgte die Erstinbetriebnahme und danach direkt ein Firmwareupdate und dann konnte es auch schon losgehen.

Neben seiner Fähigkeit die neuen Ultra HD BluRays abzuspielen ist der Panasonic UHB900 allerdings auch ein kleiner Alleskönner hinsichtlich der Mediaplayer Fähigkeiten. Unsere bisherigen 4K Clips wurden alle anstandslos von der per USB angeschlossenen Festplatte abgespielt. Über den Netzwerkanschluß kann man dann die SMART Funktionen des Players abrufen. NETFLIX ist per DIrekttaste anwählbar und auch die dort verfügbaren 4K Ultra HD Inhalte konnten abgespielt werden. Über das Menü anwählbar sind neben einigen Mediatheken auch noch Amazon Video und YouTube.

Gerade letzteres stellt bereits sehr viele 4K Inhalte zur Verfügung die als eigener Menüpunkt direkt anwählbar und dann streambar sind, sehr schön. Die Bildqualität variiert zwar und ist auch abhängig von der verfügbaren Internetgeschwindigkeit, aber erstmalig können die 4K Videos bei YouTube ohne den Umweg PC gestreamt werden, da haben wir sehr drauf gewartet.

Also, Daumen hoch, ein schönes und sehr vielseitiges Gerät, hoffen wir nur, daß die Verfügbarkeit schnellt seitens Panasonic sichergestellt wird.

Sollten Sie Fragen zum Gerät, kontaktieren Sie uns.

01.02.16 The Hateful 8 in 70mm Ultra Panavision - ein Erlebnis

 

Gestern war es soweit - mal wieder echtes großes Kino, dazu noch analog, aber als "Roadshow Version in glorious 70mm", also doppelt so breit wie die sonst üblichen 35mm im guten alten analogen Kino mit 24 Bilder pro Sekunde.

70mm Film

Im Foyer waren im Schaukasten einige Meter 70mm Film ausgestellt - das ist wirklich breit....

Erste Besonderheit - man bekommt ein auf echtem dicken Papier gedrucktes und  farbiges Programmheft !

Programm

2. Besonderheit - der Film startet mit einer musikalischen Ouvertüre

Overtuere

(Copyright Universum Film, The Weinstein Company)

3. Besonderheit - der Film hat eine bereits vom Regisseur geplante Pause nach dem 1. Akt (also so ca. bei der Hälfte des Films)

Soviel zunächst zum Film, nun zu den technischen Besonderheiten:

In digitalen Pixeln gerechnet könnte man aus einem 70mm Print (gedreht wird auf 65mm breitem Filmmaterial) ohne große Probleme einen 8K Scan und Master anfertigen - also VIERMAL so hoch aufgelöst wie 4K Ultra HD und sage und schreibe SECHSZEHNMAL so hoch aufgelöst wie unser aktueller Full HD Standard (was unseres Wissens nach erst einmal mit Baraka gemacht wurde, aber dann auf die Full HD Auflösung der BluRay runterskaliert wurde). Interessanterweise wurde allerdings auch bei der Postproduction von The Hateful 8 ganz bewußt auf jeden digitalen Zwischenschritt (digital intermediate) verzichtet.

Wie das aussah ? Gut sah es aus und zwar so gut, daß es nach langer Zeit endlich mal wieder wirklich Spaß gebracht hat im Kino zu sitzen. Superbreitbild im Format 2,76:1 (sonst bekannt aus Bem Hur), perfekt maskiert so wie es sich gehört und dazu tolle natürliche Farben, keine sichtbaren Farbkorrekturen wie sie bei aktuellen Produktion häufig verwendet werden um dem Film "einen speziellen Look zu geben". Wunderbar "oldschool". Ganz ehrlich hatte ich in den "Totalen" der Naturaufnahmen noch ein bißchen mehr Schärfe erwartet, aber da der Film sowieso zu rund 80% ein Kammerstück innerhalb eines einzigen  Raumes ist, sind gerade die Nahaufnahme fantastisch scharf und kontrastreich gewesen und auch das Format von 2,76:1 hatte bei den Innenaufnahmen einen ganz eigenen Charme. Man konnte sich während des Films gar nicht vorstellen, daß es möglich gewesen wäre das Bild weniger breit zu zeigen, denn die Bildkomposition Tarantinos nutzte das Format perfekt aus.

Es wurde bereits vor Dreh und Produktion ein recht großer Aufwand betrieben. Bei Panavision wurden anamorphotische Objektive angefragt,  "ausgegraben" und für moderne Kameras adaptiert die seit 50 Jahren nicht mehr im Einsatz waren (der letzte in Ultra Panavision gedrehte Film war "Khartoum" von 1966 - die verwendeten Objektive kamen teilweise schon bei der Streitwagenszene von Ben Hur zum Einsatz).

70mm Projektoren, die schon immer recht rar gesät waren wurde USA weit gesucht, gefunden und restauriert, damit sie den Kinos zur Verfügung gestellt werden konnten. Im Falle des Savoy Theaters am Hamburger Steindamm wurde sogar  extra für The Hateful 8 ein 70mm Projektor (Modell DP75 von Phillips/Kinoton)  angeschafft, der nach Aussage des Kinos auch im Savoy verbleiben und für zukünftige FIlme (in Form von Retrospektiven, wohl kaum neue FIlme) bereitstehen wird, da lohnt es sich dann auch mal wieder ins Kino zu gehen. Damit ist das Savoy in Hamburg eines von nur 4 Kinos in Deutschland (neben Kinos in Berlin, Essen und Karlsruhe) die dieses Filmerlebnis möglich machen, dazu noch in der englischen Originalfassung - und genau dafür ist das Savoy ja hinlänglich auch über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannt, es werden ausschließlich Orignialfassungen gezeigt.

Im Gegensatz zu Anamorphoten die im High End Heimkino gelegentlich eingesetzt werden, ist der Entzerrungsfaktor der Objektive bei Ultra Panavision im übrigen nicht 1,33:1 sondern 1,25:1

Eine weitere  Rezension zum Inhalt des FIlms erspare ich mir, die wäre zu persönlich und hat viel mit persönlichem Geschmack zu tun, nur soviel. Mir hat es sehr gefallen, allerdings bin ich auch ein Fan von Tarantino. Ich mag seine ausschweifenden Dialogorgien und finde die auch in Ihrer teilweisen Länge nie langweilig. Die dann plötzlich und ohne Vorwarnung eintretende Gewalt ist immer bewußt so überzogen, daß ich mir das Schmunzeln oder auch laut Lachen fast nie verkneifen kann, wobei das aber als Kompliment gedacht sein soll, ich lache gerne.

 

Also, wer mal abseits des Mainstreams cineastische Perlen in 70mm genießen möchte, sollte gelegentlich auf die Webseite des Savoy Theaters in Hamburg blicken und nach 70mm Filmen Ausschau halten. Die ultrabequemen Liegesessel mit klappbarer Rückenlehne, die auch einen mehr als 3 stündigen Filmmarathon sehr erträglich machen tun ihr übriges, der Fußraum sucht seinesgleichen.

Für Fans des Formats 2,76:1 noch etwas Werbung in eigener Sache - unsere XODIAC Screens erhalten Sie auf Anfrage auch in einer Maskierbarkeit bis 2,76:1 (motorisch oder manuell), da kann man nur hoffen, daß die bald erscheinende BluRay ebenfalls in diesem Format (und sei es als Special Edition) erhältlich sein wird.

 

 

02.11.15 Sony Ultra High End VPL VW5000ES 4K UHD Laser Projektor

02.11.15 Sony Ultra High End VPL VW5000ES 4K UHD Laser Projektor

 


 

 

16.10.15

Gerade im Zusammenhang mit HDR kam häufig die Kritik auf, daß die momentanen Geräte allesamt zu dunkel sind um HDR, also High Dynamic Range, die Spreizung des Bereichs vom hellsten bis zum dunkelsten Bildpunkt. Damit ist es jetzt schluß - zumindest wenn man das nötige Kleingeld ab Frühjahr 2016 mitbringt. Der auf der CEDIA kommunizierte Listenpreis des Sony VPL VW5000 4K Beamers liegt bei 60.000 Dollar, schauen wir mal wo wir da in Euro liegen werden, ein europäischer Preis wurde noch nicht genannt, wird sich aber wohl zwischen 40.000 . 50.000 Euro bewegen.

Dafür bekommt dann extrem langlebige 5.000 Ansilumen aus einer Laserlichtquelle - native 4K Ultra HD Aufölsung - einen unendlichen dynamischen Kontrast und das ganze in einem, wie wir finden, schicken (aber auch großen) Gehäuse, das in seinen Abmessungen an alte Qualia 004 Zeiten (der Urahn und erster aller SXRD Heimkinoprojektoren) erinnert, denn auch damals war der Projektor 75cm tief und wog über 40kg.

 

Der weltweit fortschrittlichste Heimkinoprojektor: spektakuläre Helligkeit und die Klarheit von nativem 4K

Egal, was Sie sich ansehen, es ist ein unvergessliches Erlebnis. Der VPL-VW5000ES ist eine ideale Ergänzung für die größten und am aufwändigsten ausgestatteten Heimkinos und erweckt Filme mit außergewöhnlicher Kinoqualität sowie beeindruckenden Farben und Kontrasten zum Leben.

Der weltweit fortschrittlichste Heimkinoprojektor kombiniert eine moderne Laserlichtquelle mit der gleichen 4K-SXRD-Panel-Technologie von Sony, die auch in unseren professionellen Kinoprojektoren zu finden ist. Hochdetaillierte, native 4K-Bilder (4.096 x 2.160) bieten eine viermal höhere Auflösung als Full HD, die Sie mit beispielloser Klarheit mitten ins Geschehen ziehen. Erleben Sie eine Farbpalette von außergewöhnlicher Brillanz, fließenden Bewegungen und spektakulärem Kontrast. Die extrem leistungsstarke Lichtleistung von 5.000 Lumen sorgt für wunderbar klare und scharfe Bilder in Kinoqualität, auch in gut beleuchteten Räumen.

Die enorm helle, hocheffiziente Laserlichtquelle ermöglicht praktisch wartungsfreien Betrieb ohne Lampenwechsel. Neben spektakulärer Bildqualität und Zuverlässigkeit genießen Sie im Vergleich zu herkömmlichen Projektionssystemen reduzierte Betriebskosten und müssen sich keine Sorgen mehr darum machen, mitten im Geschehen eine Lampe wechseln zu müssen.

Dank Kompatibilität mit den neuesten 4K-Standards, darunter High Frame Rate und HDR (High Dynamic Range), sind Sie auch für die Zukunft abgesichert und holen so das meiste aus den Inhalten von heute und morgen. Dank flexibler Installation, einfacher Einrichtung, unkomplizierter automatischer Kalibrierung und geräuscharmem Betrieb haben Sie mit dem VPL-VW5000ES 4K-Heimkinoprojektor die volle Kontrolle über das ultimative Unterhaltungserlebnis.

 

02.10.15 Fotovergleich 4K nativ und 4K Enhanced (Sony und Epson)

02.10.15 Fotovergleich 4K nativ und 4K Enhanced (Sony und Epson)

Für Sie als Leser unserer Webseite haben wir heute mal, da nun seit gestern auch der neue Sony VPL VW520 vorführbereit ist, Vergleichsfotos gemacht und hoffentlich aussagekräftige Ausschnitte gefunden und zur besseren Vergleichbarkeit hier auch Ausschnitte eines bekannten Onlinetestmagazins als Vorlage genommen (Danke für die Vorauswahl). Die angetretenen Projektoren sind der neue Sony VPL VW520 und der seit April erhältliche Laserbeamer Epson EH-LS10000 (wir haben diese Seite ausdrücklich nicht Sony gegen Epson, sondern Sony und Epson genannt, denn HIER geht es nicht darum das einer besser ist als der andere), der im besagten Onlinemagazin ja nicht ganz so gut dabei wegkommt, was uns eigentlich sehr verwundert, denn unsere persönlichen Erfahrungen mit dem Epson waren doch ein bißchen anders und auch bei den Vorführungen waren die Anwesenden immer sehr positiv überrascht nach dem gelesenen. Aber urteilen Sie selbst, wir werden die Bilder nicht weiter bewerten. Die BIlder wurden außer dem Wegschneiden unseres Schattens (so gut es ging, es ist nicht einfach solche Bilder zu machen) NICHT weiter nachbearbeitet, sind im Original in einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln und wurde hier auf eine einheitliche Breite von 600 Pixeln herunterskaliert. Auf Anfrage können Sie gerne auch einzelne Originalbilder per Mail bekommen. Beide Projektoren sind absolut hervorragend und machen extrem viel Spaß - es ist nur überraschend wie gut auch ein nicht nativer 4K Projektor mit intelligenter Bildaufbereitung und einem emulierten 4K mithalten kann.

Fotos und Testberichte egal ob in Print- oder Onlinemagazinen (die alle ihre Einnahmen auch aus Werbung beziehen und da ist es immer interessant zu schauen, wer gerade nicht wirbt) und von mir aus auch von Händlerseiten sollten allerdings nie den Ausschlag für Ihre Kaufentscheidung geben, die Ergebnisse können doch teilweise recht unterschiedlich sein. Daher kann man immer nur die Aufforderung machen, gehen Sie in den Fachhandel (also kommen Sie gerne zu uns) und schauen sich die gewünschten Geräte vor Ort an und lassen Ihre Augen dann LIVE entscheiden.

LS10000-5

LS10000 oben - VW520 unten

VW520-5

 

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LS10000 oben - VW520 unten

VW520-13

 

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LS10000 oben - VW520 unten

VW520-6

 

LS10000-15

LS10000 oben - VW520 unten

VW520-15

 

LS10000-2

LS10000 oben - VW520 unten

VW520-2

 

die vorgenannten Beispiele waren alles native 4K bzw. UHD Bilder. Das jetzt nachfolgende Quellmaterial hat Full HD (1.920 x 1.080) Auflösung

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LS10000 oben - VW520 unten

VW520-4

 

Bei Fragen zu den BIlder, schicken Sie uns gerne ein Mail oder rufen uns an

 

19.03.12 SONY VPL VW 1000 beim Titanentreffen - das gab es noch nie ! - zur Zeit ab Lager lieferbar

Update 19.03.2012

Am letzten Wochenende fand das größte Titanentreffen aller Zeiten statt. Bei einem langjährigen Kunden, der in der Heimkinoszene recht bekannt ist versammelten sich am 17.03.2012 runde 278.000,00 Euro an  Projektoren und ISCO Linsen zum gemeinsamen Shootout. Den Sony VPL VW 1000 stiftete ich zu diesem bisher weltweit einmaligen Treffen dieser Art  und er hat sich als günstigster Projektor dieser illustren Runde gut geschlagen, dazu später mehr. Hier zunächst mal ein Gruppenbild:

titanentreffenweb.jpg

 

Ganz oben halb durch die Klappen verdeckt ein Stack aus Epson EB Z8000 Projektoren mit Infitec 3D Filtern (38.000 Euro, jeweils 6.000 Ansilumen)  der Sim2 Lumis 3D (42.000 Euro, 2.500 Ansilumen), darunter von links nach rechts Digital Projection Titan 1.080p Dual 3D (68.000 Euro, 10.000 Ansilumen), Digital Projection Titan 1.080p250 (45.000 Euro mit ISCO III Linse 8.500 Euro, 2.000 Ansilumen), CHRISTIE WU 7KM 3D (55.000 Euro, 5.500 Ansilumen), darunter Sony VPL VW 1000 (18.800 Euro mit ISCO DCI Anamorphot 11.000 Euro, 2.000 Ansilumen)

 

Die Seheindrücke müssen zunächst verarbeitet werden, Fortsetzung folgt !

 

Update 02.03.2012

Hier zeige ich Ihnen mal ein Testbild, das sowohl die native horizontale und vertikale Auflösung  (4.096 x 2.160) als auch die hochskalierte Full HD Auflösung (1.920 x 1.080) zeigt. Man sieht, das die Signale sehr sauber hochskaliert respektive native dargestellt werden. Das Foto wurde mit einem Handy gemacht, insofern entschuldigen Sie bitte die Bildqualität des Bildes.

4KTestbildWebklein.jpg

 

Update 19.02.2012 

Am gestrigen Samstag hatte ich Besuch im Studio von Jürgen Kantenwein. Kennengelernt hatten wir uns 2005 und schon damals war es ein Sony Projektor (Qualia 004) der Auslöser des Besuchs war. War der Qualia 004 doch  damals der erste Consumer Full HD Projektor mit Xenon Lampe, der auch für die Postproduction, also die Nachbearbeitung von Film und Video interessant war, so ist es jetzt der erste 4K Projektor aus gleichem Hause,  der ebenfalls dafür geeignet ist und für den Postproductionbereich nicht nur im bezahlbaren sondern eher im günstigen Bereich liegt. Jürgen Kantenwein ist in der Postproductionszene ein bekannter Name. Sein Unternehmen "Posthouse" war u.a. für die Farbnachbearbeitung der "Herr der Ringe" Trilogie verantwortlich.

Wir hatten bereits vor einigen Wochen bezgl. des VW 1000 telefoniert und letzte Woche  informierte er mich, daß er übers Wochende einen 4K Server mit HDMI 1.4a Ausgang hat und darauf sein eigenes unkomprimiertes 4K Material gespeichert ist (Ausschnitte aus "Mystic India" an dem er mitgearbeitet hatte). Der HDMI 1.4a Ausgang ist nämlich  die Voraussetzung für den VW 1000 um  4K Signale zuspielen zu können. Dabei muß man wissen, daß HDMI eine Schnittstelle ist, die in der professionellen Nachbearbeitung eine eher untergeordnete Rolle spielt - also eine sog. typische "Consumer"-Schnittstelle ist. HD-SDI ist das Schlüsselwort in der Postproduction. 

dvspronto4kfront.jpg

Am Spätnachmittag kam er gestern an und wir wuchteten das 50kg Flightcase aus dem Kofferraum in dem sich ein "DVS Pronto 4K" befand. Was ist ein "DVS Pronto 4K"? 

Ganz einfach ausgedrückt nichts anderes als ein 4K fähiger Hardware-Multimedia-Player, wie man es im Heimkinobereich unter Namen wie "Popcorn Hour" oder "Dvico Tvix" kennt. Basierend auf einem Windows PC mit wahlweise 18 oder 24 Terrabyte Speicherplatz (hier erkannt man bereich den professionellen Anspruch) und sage und schreibe 3 Netzteilen, die alle separat mit eigenem Stromkabel angeschlossen werden. Die Kiste ist ungefähr genauso groß wie der VW 1000, wiegt rund 30 Kilo und im Gegensatz zum Projektor laut wie ein Fön, das waren gefühlte 80dB. Der Preis für das Gerät - rund 25.000 Euro.

dvspronto4kback.jpg

Das wichtigste Bauteil des DVS Pronto in Bezug auf den VW 1000 ist die "ATOMIX HDMI 4K" Karte (im Bild ganz rechts sehen Sie die 4 HDMI Ausgänge, der oberste hat 1.4a), die eben über einen einzigen HDMI 1.4a Ausgang die 4K Signale zum Projektor schickt (Nettopreis für diese Karte 3.300 Euro). Unten im Bild sehen Sie die gesamte Batterie an Festplatten.

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Nachdem alles angeschlossen war passierte erst mal gar nichts, der Sony akzeptierte kein einziges der Signale die wir ihm zugespielt hatten. Kabel wurden getauscht um Fehler auszuschließen, schließlich war es auch für mich absolute Premiere - mehr als Full HD 3D hatte ich noch nie durch ein HDMI Kabel geschickt und wir sprechen hier von der 4-fachen Auflösung - 4.096 x 2.160 Pixeln gegenüber Full HD. Letztendes war es dann ganz einfach, nachdem ich den Hinweis gegeben hatte "laß uns doch mal statt RGB das YUV Farbsignal nehmen" klappte es wie am Schnürchen.

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Es erschien eine dermaßen scharfe Farbepracht, wie ich sie noch nie auf meiner 3m XODIAC Screens gesehen hatte. Meine Güte ist das detailreich. Hatten wir schon 2005 beim Qualia 004 das Gefühl wie aus dem Fenster zu gucken, so muß das Fenster im Vergleich zu 2012 ganz schön schmutzig gewesen sein, denn das unkomprimierte 4K Material (was in diesem Falle übrigens ursprünglich auf 35mm Film gedreht und in 4K gescannt wurde) schlägt Full HD um Längen. Der Sitzabstand zur 3m Leinwand betrug nur noch rund 2,50m und ein völlig artefaktfreies Bild war zu sehen, keine Pixel, keine Treppenstufen, keine Kompressionsartefakte. Leider können die Fotos hier das nicht mal ansatzweise rüberbringen.

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Bis dieses Material kommerziell erhältlich sein wird, wird wahrscheinlich noch etwas Zeit vergehen - aber und genau das war es war wir testen wollten, der Sony VW 1000 kann es darstellen und zwar in allen Formaten, die im Datenblatt versprochen wurden bzw. sogar darüber hinaus, denn ein 3.840 x 2.160p30 ist gar nicht aufgeführt, funktioniert aber. Die Farbdarstellung hat sogar einen absoluten Profi wie Jürgen Kantenwein überzeugt, der dem Gerät ebenfalls seine Empfehlung ausspricht. Achten Sie mal auf den nachfolgende Fotos auf die Serien-Nummer des Geräts - die Nr. 6 dürfte eines der ersten Geräte weltweit sein !

sony4k24p.jpg

 

sony4k25p.jpg

 

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Sprechen Sie mich an - sowohl als privater Nutzer für den absolut ultimativen Heimkinospaß - als auch der kommerzielle Nutzer in der Postproduction. Die Vorführung kann auch in Ihrem Räumlichkeiten stattfinden. 

 

 

Update 26.01.2012

Zum Einstimmen können Sie sich hier  ein englischsprachiges Datenblatt herunterladen.

Update 24.01.2012

SonyVW1000HW30.jpg

Sony VPL VW 1000 Walküre und der kleine Bruder HW 30 gemeinsam im Rack.

 

Heute ist er nun eingetroffen und hier kurz erste Messungen (2D) und Sichtungsergebnisse (2D und 3D):

Bildbreite 3m, Projektionsabstand 5m, kalibriert auf D65, Farbraum REC709:

Hoher Lampenmodus - Irisfunktion Aus (also dauerhaft offen):

gemessene 310 Lux entsprechen 1570 Lumen entsprechen 28,8 Fl (Footlambert, Leuchtdichtefaktor - zum Vergleich im großen Kino sind 16 Fl vorgeschrieben)

Niedriger Lampenmodus - Irisfunktion Aus:

gemessene 229 Lux entsprechen 1.150 Lumen entsprechen 21,2 Fl

Der Modus "Iris Auto Voll" ergibt das gleiche Spitzenweiß aber ein sichtbar besseren Schwarzwert, wobei gemessen an der Lichtleistung der Schwarzwert bei ausgeschalteter Iris immer noch gut ist, aber Schwarzwertfetischisten nicht voll befriedigen würde. Der Inbild Kontrast ist aber sehr hoch, Sterne oder das Pioneer Logo erscheinen im Gegensatz zum Schwarzen Rest gleißend hell.

Zum Abschluß noch den Modus Iris Auto begrenzt, hier schließt die Iris nochmals deutlich sichtbar und verbessert den Schwarzwert auf ein sehr gutes Niveau (vergleichbar in etwa mit JVC X30), die Lichtleistung im hohen Lampenmodus beträgt immer noch 1.070 Lumen oder 19,7 Fl bei 3m Bildbreite im niedrigen Lampenmodus verbleiben 780 LUmen oder 14,3 Fl.

In Sachen maximale Helligkeit erfüllt das Gerät also seine Erwartungen und er dürfte bei korrekten Farben mit der hellste Heimkinoprojektor sein. Hinzukommt eine irre Schärfe und Detailfülle dank des hervorragenden Upscalings auf 4K.

Messungen in 3D wurden bisher noch nicht gemacht.

Sichtungen in 3D war u.a. der Avatar Ausschnitt aus der Panasonic Demoscheibe. Das 3D Bild erschien sehr hell, das faszinierende war allerdings der Kontrast und die Durchzeichnung, nie habe ich die Rastalocken und den großen Baum in dieser eher dunkelen Szene so differenziert gesehen.

Ghostingverhalten: gleiche BluRay, die Bikinimädchen die vor der Palme und dem Sonnenschirm tanzen. Bisher zeigte hier jeder LCOS Projektor zum Teil heftiges Ghosting, alle JVCs und auch die beiden kleineren Sonys HW 30 und VW 95 sind davon nicht frei. Der VW 1000 ist bei dieser Szene völlig ghostingfrei.
Ebenso die Tanzszenen aus "Pina" die auf dem alten Fabrikgelände gedreht wurden und bisher bei allen LCOS Ghosting verursachten sind völlig ghostingfrei und auf dem gleichen Niveau wie ein Mitsubishi HC7800 beispielsweise.

Alles in allem ein sehr faszinierender Projektor - er kostet halt etwas mehr.                            

 

Im Juli 2005 fing SXRD mit dem Qualia 004 an. Der erste kommerzielle und für den Heimkinoanwender bestimmte Full HD Projektor mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten erschien in Deutschland auf dem Markt und Jesteburg war für die kommenden 3 Monate der einzige Ort in Deutschland wo dauerhaft dieses Gerät vorführbereit war. Die erste Installation erfolgte auf der Nordseeinsel Borkum wo dieses Gerät bis August letzten Jahres noch im Einsatz war.

Jetzt fast 7 Jahre später bricht eine neue Ära an. 4K heißt das Zauberwort und mit 4.096 x 2.160 Bildpunkten vervierfacht sich die Auflösung von Full HD und zwar nativ und nicht wie bei JVC per Pixelshift. D.h. man wird, wenn Sie denn dann verfügbar sind auch native 4K Bildinhalte zuspielen können. Gerüchteweise wird die Playstation 3 per Softwareupdate zumindest Fotos in 4K ausgeben können.

sonyvw1000.jpg

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